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Montag, 25. März 2013

Authority Zero - The Tipping Point (Concrete Jungle)

Ich muss zugeben, als ich AUTHORITY ZERO das erste Mal gehört habe, habe ich sie ganz schnell als  Pennywise-Kopie abgestempelt und nicht weiter groß beachtet. Irgendwie hatte es mich dann aber doch zur ihrer Show mit Versus the World im letzten April ins Berliner Cassiopeia verschlagen, eigentlich hauptsächlich um mal wieder ein paar Leute zu treffen. Dort  haben sie mich dann aber mehr als positiv überrascht und neben ihren straighten Punkrock-Nummern konnten vor allem auch die Songs mit leichten Sublime-Einschlag punkten. Mit „The Tipping Point“ erscheint jetzt ihre neue Platte bei Concrete Jungle Records und das genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Platte passt mit dem positiven Vibe richtig gut in den Frühling.

AUTHORITY ZERO machen mit dieser Platte nichts wirklich neu oder anders, aber sie machen es einfach gut. Ähnlich wie z.B. Atlas Losing Grip bei ihrer letzten Platte versprühen sie einfach den Skatepunk-Spirit der 90er, ohne dass sie irgendwie gestrig klingen. Da passt es auch gut ins Bild, dass am Schlagzeug mit Sean Sellers (Good Riddance / McKenzies) mittlerweile ein Veteran der Westcoast Szene sitzt. Vom Sound her ist Pennywise ganz klar eine Referenz, wobei sie meistens noch einen Tick melodischer zur Sache gehen, aber es gibt auch Songs die mal etwas ausbrechen wie „21 Century Breakdown“ der zumindest mich stark an A Wilhelm Scream erinnert und „Today we heard the News“ ist z.B. eine relaxte Nummer, die komplett aus der Reihe fällt.

Die Sublime Anleihen, die mir vor allem live gut gefielen, sucht man zumindest auf dieser Platte vergebens, aber was Live gut kommt, muss ja auch nicht immer auf Platte funktionieren. Irgendwie lustig ist auch, dass mein absoluter Favorit auf der Platte das schnelle, treibende „Whats the Big Deal“ nur ein Europa exklusiver CD-Bonus Track ist – soll verstehen wer will... Nächstes mal wenn die Band in der Sadt sind defintiv ein Pflichttermin für mich!

Text: KAI