Dienstag, 18. Februar 2020

Hollywood Undead – New Empire, Vol. 1 (BMG)




Eigen- und Fremdwahrnehmung können ja bekanntlich sehr unterschiedlich sein. Das neue Hollywood Undead-Album ist ein Parade-Beispiel. "Mit diesem Album versuchen wir, Hollywood Undead ganz neu zu definieren. Wir bauen auf dem Alten auf, um einen völlig neuen Sound zu erschaffen. Ein 'New Empire', sozusagen", kommentiert Sänger und Bassist Johnny 3 Tears das neuste Werk. 


Als Hörer hat man allerdings große Schwierigkeiten, diesen „völlig neuen Sound“ zu finden – das neue Album klingt nämlich wie das davor. Sprich: Mal nach etwas betagtem Crossover, mal nach einer etwas plumperen Version von Linkin Park. Gerappte Strophe, gesungener Refrain, erst etwas Wut, dann wieder viel Pathos. Qualitativ liegen  große Ohrwürmer wie der Refrain vom Opener „Time Bomb“ und etwas verschwurbelte Radio-Anbiederungen wie „Empire“ dicht beieinander. 

Das hat durchaus seine Berechtigung, wird alten Fans weitgehend gefallen, ist aber eben auch alles andere als kreativ oder gar „völlig neu“. Aber wie gesagt – Wahrnehmung ist eben etwas sehr subjektives.

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