Dienstag, 12. Mai 2015

After the Fall – Dedication (Bridge9)

"Dedication" ist im engeren Sinne ein Konzeptalbum - und zwar eines der traurigsten Sorte. Die Songs auf dem fünften Album der Punkrocker drehen sich nämlich fast ausschließlich um ein Thema: Den Tod von Gründungsmitglied Brian Peters. Peters verstarb 2013 an Krebs - noch bevor er seinen 30. Geburtstag feiern konnte. "Dedication" ist die Art der Band, mit der Trauer und Wut über den Todesfall umzugehen; und es ist beachtlich, wie das Endergebnis klingt.

Natürlich sind die Texte im Grunde allesamt tieftraurig - es geht um Verlust, den Schmerz der Familie, diese Lücke, die sich da auf einmal auftut. Der Musik selbst hört man allerdings keine Trauer an, im Gegenteil: After The Fall klingen so auf den Punkt und energetisch wie vielleicht noch nie in ihrer zweifellos bereits guten Discographie.

Der altbekannte Hardcore-Punk bestimmt den Sound, die Band agiert irgendwo zwischen frühen Rise Against, Strike Anywhere A Wilhelm Scream und der einen oder anderen Fat Wreck-Skatepunk-Kapelle. Und zimmert rotzige, schnelle und eindringliche Hits wie den Titelsong, "Somehow" oder das fantastische "Time Will End" zusammen. Es ist wohl das ehrlichste und beste Abschiedsgeschenk, das die Band Peters machen konnte.


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