Donnerstag, 11. März 2021

A Day To Remember – You’re Welcome (Fueled By Ramen)



Komische Nummer. Eigentlich hatten sich A Day To Remember ja einen Status erarbeitet, dass unzählige Bands mit ihnen verglichen wurden. Auf „You’re Welcome“ verschreibt man sich aber irgendwie derart verbissen der stilistischen Erweiterung, dass im Ergebnis diverse Stücke dabei herauskommen, die nun wiederum ADTR wie eine Kopie erscheinen lassen. 

„Bloodsucker“ etwa ist durch und durch Fall Out Boy – nicht einfach inspiriert, sondern fast ein 1:1-Abklatsch. „High Diving“ zitiert PATD. Und dann kommen einige komische Stil-Experimente hinzu, die so gar nicht aufgehen wollen, weil sie auch zu beliebig hin- und herspringen – mal zu balladesk, dann mit Gewalt und Enter Shikari-Ideen auf den elektronischen Dancefloor gepolt.

Alles schlecht also? Nicht unbedingt. Gerade der Einstieg gelingt, „Brick Wall“ oder „Mindreader“ sind amtliche Pop-Punk-Core-Hits, „Last Chance To Dance“ ein gelungener Abrissbirnen-Ausflug. Gerade zum Ende hin gibt es allerdings eher Kopfschütteln als Ohrwürmer – „Viva La Mexico“ ist so brachial auf Stadionrock getrimmt mit UhUh-Strophe und dann Gröhl-Refrain, dass es fast schon unangenehm ist, „Only Money“ schlimmer Schunkel-Pop. Vielleicht sind 14 Songs auch einfach zu viel? Diese Band hat auf jeden Fall in ihrer Discographie deutlich bemerkenswertere Alben veröffentlicht.

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