Montag, 1. März 2021

Gatuplan – Kampen Går Vidare!



Inge Johansson ist wieder da – bekannt geworden in Bands wie The (International) Noise Conspiracy, aber auch als Mitglied von Against Me!, CSS oder Totalt Jävla Mörker, bringt er jetzt unter dem Namen Gatuplan quasi sein erstes Solo-Album heraus. Und das auf schwedisch – wobei man einiges auch trotz fehlender Sprach-Kenntnisse verstehen dürfte, „Revolution“ etwa ist genauso international wie ein Name wie Che Guevara. 

Bei diesen Textbestandteilen (und dem Album-Titel, der übersetzt bedeutet: „Der Kampf geht weiter“) ist also klar: Politisch bleibt Johansson seiner Historie also treu, musikalisch zumindest zum Teil – schon zu T(I)NC-Zeiten war die Revolution ja tanzbar und gut gelaunt, und für die Tanzfläche ist hier auch vieles geeignet. Dabei geht es bei „Radio Gatuplan“ noch etwas monoton rockend mit Danko Jones-Riff und Sprachgesang los.

Schon ab „Min Revolution“ dominiert dann aber bester Rancid-Offbeat. Noch überzeugender wird Gatuplan in den zackigen Pop-Punk- beziehungsweise Power-Pop-Momenten: „Cashen Dom Tas“ oder vor allem „Dee Dee Ramone“ sind simple, aber ungemein eingängige Gute-Laune-Monster. Hinzu kommt auch mal ein kurzer balladesker Ausflug und ein Ausfallschritt Richting HipHop, insgesamt gewinnt aber der sonnige Bubblegum-Stil mit politischer Kante. Wer noch nichts schwedisch-sprachiges in seiner Sammlung hat, sollte das also spätestens jetzt ändern.

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