Freitag, 25. September 2015

Idle Class – Of Glass And Paper (Uncle M)

Die werden immer noch besser  - hätte man nach der Entwicklung der letzten Jahre ja nicht unbedingt erwarten können.  Aber von vorn: Erst kam quasi aus dem Nichts die sehr gute Debüt-EP „Stumbling Home“ beim schwedischen Label Blackstar Foundation  2013 dann das schon mit Spannung erwartete, die Erwartungen aber tatsächlich noch übertreffende erste Album „The Drama’s Done“ - und jetzt legt die Truppe aus Münster mit „Of Glass And Paper“ vor allem in punkto Songwriting nochmal einen Drauf.


Wobei: Idle Class sind insgesamt etwas langsamer geworden, es gibt mehr Songs im Midtempo, und man geht nicht mehr so gnadenlos auf die mehrstimmigen Chöre. Was aber nicht heißt, dass die Hitdichte spürbar abgenommen hätte – die Gute-Laune-Hits finden sich ebenso wie die glanzvollen PunkmeetsEmo-Momente.  „All Kippers And Curtains“ etwa ist bestens für Lawrence Arms-Fans geeignet – best of both world von Pop-Punk bis Gainesville.


Auch an anderer Stelle kombiniert man Melodycore mit rauem Gesang, eingängigen Refrain und hymnische Chören. Zahmer auf der einen Seite – man nehme etwa ein Stück wie das teils sehr relaxte „Outatime“ - aber eben auch vielschichtiger auf der anderen Seite, ohne dass die Stücke nicht ähnlich gut im Ohr hängen bleiben würde. Da wird eine Band im Zeitraffer erwachsen, ohne ihr gutes Händchen für Melodien zu verlieren. Schön, das mitanzuhören.


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