Montag, 22. Oktober 2018

Justin Courtney Pierre – In The Drink (Epitaph)


Justin Courtney Pierre ist wieder da: Die meisten dürften ihn noch als Frontmann von  Motion City Soundtrack kennen, jetzt ist er solo unterwegs – und muss natürlich damit leben, jetzt an seiner einstigen Hauptband gemessen zu werden. Zumal inhaltliche Parallelen natürlich vorprogrammiert sind, wenn derselbe Mann am Mikro steht und seinen persönlichen Geschmack auslebt.


Ist ja auch nicht das schlechteste: Stücke wie „I Don’t Know Why She Ran Away“ oder „Ready Player One“ sind höchst eingängiger Pop-Punk mit Synthie-Momenten, die auch wunderbar auf jedes MCS-Album gepasst hätten. Insgesamt ist „In The Drink“ aber noch vielseitiger und deckt mehr Stimmungen ab: Sehr nachdenkliche und melancholische Indie-Stücke, in denen Pierre offensichtlich „erwachsener“ geworden ist ebenso wie schrammelige Fuzz-Momente, die auch immer wieder an Weezer erinnern. 

Ganz so schnell gehen diese Stücke zwar nicht ins Ohr, dafür kann man annehmen, dass die Scheibe insgesamt eine etwas höhere Halbwertszeit hat. Wer mit MCS zusammen älter geworden ist, wird vielleicht genau das schätzen.



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