Dienstag, 17. November 2020

War On Women – Wonderful Hell (Bridge9)


Und nochmal besser: Schon beeindruckend, wie sich War On Women weiter entwickeln – ohne dabei etwas von ihrer Wut einzubüßen. Denn natürlich hat auch Album Nummer 3 die typischen Band-Themen, für die es sich zu streiten und kämpfen lohnt. Von Geschlechter-Gerechtigkeit über Rassismus bis hin zu dem, was sonst so ganz allgemein ganz alltäglich schief läuft, reicht die Bandbreite, die musikalische Aufarbeitung ist aber Facetten-reicher denn je. Kernstück bleibt der wütende Hardcore-Punk – die Band kann Rotz und Wut wie eh und je. 

Aber sie lassen mehr denn je Zwischentöne einfließen – starke Kopfnicker-Riffs, langsamere Alternative-Rock-Momente, melodiöse Punk-Hymnen, selbst ein Kinderchor mit Folk-Traditional passt da rein. Aber eben immer voller triefendem Sarkasmus und mit starker Agenda und vor allem: Nie weichgespült, sondern auch in den eingängigsten Momenten bissig. Großartige Scheibe.


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