Mittwoch, 7. Mai 2014

Apologies, I Have None - Black Everything (Uncle M)

"This record is certainly more depressing in tone than many of the songs on 'London'", bringt Josh McKenzie den Unterschied der neuen EP von Apologies, I Have None im Vergleich zum vorherigen Album auf den Punkt und ergänzt: "There is a broad underlying theme across the songs that deals with mental health and the affect a constantly fluctuating mind has". Schöne Umschreibung für den Opener "Raging Through The Sick And Heavy Of A Bloodlust" - der ist nämlich wirklich ein Monster von Song; hier verändert und fluktuieren Stimmung, Härte und Ausrichtung ständig. Man pendelt zwischen bedohlichem Pop, mitreißendem Emo, Hardcore-Ausbrüchen und Indie-Songstruktur. Brand New und ähnlich versierte Kapellen lassen grüßen - so düster klang die Band bisher wohl nie.

Allerdings: Es bleibt nicht so finster. Der Übergang zu "Two Bombs In A Box" ist jedenfalls recht heftig - plötzlich wird sich wieder in den Armen gelegen und gemeinsam "How The Fuck Did I not See This Coming" geschmettert. "Coffee, Alcohol, Codeine, Repeat" gibt sich dann wieder etwa sperriger, bleibt grundsätzlich aber trotzdem dem mitreißenden Punk- und Rock-Spund treu, bevor es dann in "The Clarity Of Morning" nochmal etwas atmosphärischer losgeht, aber sich dann ebenfalls in eingängige Harmonien hochschaukelt.

So oder so,  die zum Trio geschrumpfte Band hat den Fortgang ihres zweiten Frontmannes Dan offensichtlich gut verdaut, diese vier Songs zeigen, dass in den Briten weiterhin unfassbar viel Potenzial und gute Ideen stecken. Eine klare Empfehlung also. Übrigens: Die (passenderweise) komplett schwarze 12" LP erscheint mit den vier Songs auf der A-Seite und einem schwarz-auf-schwarzem Siebdruck auf der B-Seite. Der Platte liegt zudem ein Download-Code bei.

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