Freitag, 12. September 2014

Code Orange - I Am King (Deathwish)

Code Orange hießen bis vor kurzem noch Code Orange Kids, haben das letzte Wörtchen aber mittlerweile aus ihrem Namen getilgt - und sind folgerichtig auf ihrem neuen Album nicht nur noch etwas erwachsener und qualitativ gereift, sondern sogar noch düsterer, heavier, aggressiver geworden. Wenn eine Platte in den God City Studios von Kurt Ballou aufgenommen wird, weiß man ja schon per se, dass nicht unbedingt mit Gute-Laune-Hymnen zu rechnen ist, "I Am King" ist allerdings mal wieder ein Hassbrocken der besonderen Art geworden.



Hardcore ist die Grundlage, auf die Türme aus Doom, Chaos und diversen Metal-Spielarten gebaut werden, wobei Code Orange sich immer wieder in frickeligen Extremen der Marke Norma Jean ergehen, daran tonnenschwere Metalcore-Stampfer zu reihen, um dann äußerst atmosphärisch das Dunkle zu zelebrieren: Eine Hymne wie "Starve" etwa wälzt sich majestätisch langsam und tonnenschwer aus den Boxen, "Dreams In Inertia" lässt fast schon eine Art Grunge- und Rock-Melodie unter der Lärmwand durchschimmern, die in Songs wie "My World" dann wieder rasant eingerissen wird.

In Album-Highlights wie "Alone In A Room" bringt man gleich alle Elemente zusammen, ohne dass die Durchschlagskraft darunter leiden würde - von Converge über Ringworm bis zu diversen düsteren Metal-Kapellen geht die ebenso fordernde wie mitreißende Reise, die den perfekten Mittelweg aus vertrackten Arrangements für den Kopf und viel Groove und Energie für Bauch und Herz findet; ganz so, wie man es von Deathwish kennt und schätzt.



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