Donnerstag, 11. September 2014

Frnkiero And The Cellabration - Stomachaches (Hassle)

Auch für viele Fans von My Chemical Romance kam die Ankündigung des Gitarristen, unter dem Pseudonym Frnkiero And The Cellabration ein Solo-Album zu veröffentlichen, wohl recht überraschend, dabei trug sich Frank Iero wohl schon länger mit dem Gedanken - und hat auch einiges düsteres zur Entstehungsgeschichte der Scheibe zu sagen: “When I first started writing this record I didn't actually know I was writing a record...I kind of just thought I was dying. In late 2012 I started to experience an increase in my already painful digestive issues and my creative side started to wither under the weight of not ever feeling well. I turned my basement office into a makeshift studio and every time I felt the pain coming on I'd go downstairs and hammer out an idea. After a few months I started to take a look at what I was making, I had for the first time in my life written a large grip of songs completely alone and without any expectations or plans of what they would be for. I've always been in bands writing songs with friends in order to play shows or record a future record. But this was different. These songs, they were all mine. They started inside me as these wretched stomachaches and I had to dig them out of me in order to survive. They were my disease and ultimately became my cure.”



Folgerichtig ist "Stomaches" auch nicht gerade eine Feelgood-Platte geworden, sondern präsentiert sich immer wieder schroff, leicht düster und aggressiv - wobei das Gespür für eingängige Melodien dabei nicht verloren geht, wie schon der hymnische und schnell mitsingbare Opener "All I Want Is Nothing" klar macht. Iero hat alle Instrumente selbst eingespielt, nur für die Drums holte er sich Hilfe in Form von Jarrod Alexander (ebenfalls My Chemical Romance). Vom einen oder anderen balladesken Moment abgesehen ("She's The Prettiest Girl...") werden MCR-Fans der letzten Scheiben aber wohl vor allem darüber überrascht sein, wie unpoliert und roh die Platte daher kommt: Mal mehr im Bereich Indie-Rock wie bei "Weighted" oder "Stitches", dann wieder mit härterer Punkrock-Gangart wie im gelungenen "Neverenders" scheint es Iero gut getan zu haben, ohne Gedanken an die großen Stadien einfach mal ein bisschen Rotz und Wut in seine Musik fließen zu lassen.

Ein Hit-Album ist "Stomaches" sicherlich nicht geworden, dafür hat die Platte zu wenige Ohrwürmer zu bieten und ist eben mehr spontane Momentaufnahme und Therapie-Ergebnis als durchdacht und konsistent. Die eine oder andere positive Überraschung hat die Scheibe aber allemal zu bieten - allein schon weil das Albbum ein so authentisches und eben nicht überambitioniertes Solo-Werk geworden ist.

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