Sonntag, 6. Oktober 2019

The Menzingers – Hello Exile (Epitaph)


Es gibt ja so Bands, bei denen ist man sich schon vor dem Hören eines neuen Albums eigentlich zu hundert Prozent sicher, dass sie einfach nichts falsch machen können. The Menzingers gehören definitiv zu dieser kleinen auserwählten Gruppe für mich dazu – und dieses ihnen entgegen gebrachte Vertrauen enttäuschen sie auch diesmal nicht. „Hello Exile“ ist ein weiteres kleines, wunderschönes Meisterwerk.


Wer was kritisieren will kann vielleicht lamentieren, dass kein zweites „After The Party“ (für die meisten Fans wohl die Referenz-Platte) heraus gekommen ist. Dass man allgemein wieder etwas ruhiger geworden ist, noch mehr Melancholie im Vordergrund steht, das Album vielleicht insgesamt eher gleichförmig als mit Highlights in Wellen-Form gespickt ist.

Aber eigentlich ist – zumindest letzteres – auch irgendwie Blödsinn. Allein schon das vorab veröffentlichte „America You’re Freaking Me Out“ ist eine Hymne fast für die Ewigkeit, mitreißend, eingängig, voller Herzschmerz, zum Fäuste recken und sich in den Armen liegen. „Anna“ oder „Hello Exile“ sind kaum schlechter. Und nur weil manches danach problemlos im Radio gespielt werden könnte spricht das bestimmt nicht gegen, sondern eher für die Band – so hochqualitativ und von Herzen muss man Indie/Alternative-Rock mit Punk im Herzen nämlich erstmal spielen können. Immer wieder, mit jedem Album.





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