Natürlich sind Raised Fist irgendwie stumpf. Die simplen
Riffs, die einfachen Shouts, das direkte Geboller – die Schweden haben noch nie
auf Grund ihrer Feingeistigkeit überzeugt. Und trotzdem schafft es „Anthems“ im
Grunde von Minute 1 an, dass man versucht ist wie der Frontmann der Jungs in
bester Kickbox-Manier durch die Bude zu toben.
Mittwoch, 20. November 2019
Lunachicks sind wieder da
Die Reunion-Meldung der letzten Tage war sicherlich die von Mötley Crüe, dabei sollte aber nicht unter den Tisch fallen dass auch die Lunachicks wieder da sind - und in 2020 auch wieder live spielen, wie sie via Youtube verkünden.
Sonntag, 17. November 2019
In Cold Blood – Legion Of Angels (Fast Break Records)
Auch schon ein paar Jährchen dabei, die Jungs aus Cleveland –
wobei sich bei denen stilistisch ohnehin nie so besonders viel getan hat. Was
gar nicht so negativ sein muss – wer den schleppend-düsteren Sound mag, den die
Jungs seit den Neunzigern präsentieren, wird auch „Legion Of Angels“ wieder
einiges abgewinnen können.
Es ist eben der typische Doom-meets-Hardcore-Sound, und in
einigen Momenten, etwa im gelungenen „The Wretched Souls“, mischt sich sogar
ein bisschen Eingängigkeit in den düsteren Kopfnicker Sound. In Cold Blood sind
eben erfahren genug um zu wissen, wie man diesen Sound spielt.
Aerodyne – Damnation (ROAR)
Da sind sie wieder, die Achtziger: Aerodyne ballern so
unbeschwert durch ihren klassischen Heavy Metal-Sound, als würde im Großteil
der hiesigen Musiker-Zimmer immer noch Skid Row-Plakate hängen. Die Jungs
kommen aus Göteborg, haben mit dem klassisch mit ihrer Heimatstadt verbundenen Melodic
Death wenig am Hut – hier geht es wirklich sehr traditionell, aber eben auch
satt kickend zu, den Speed Metal mag man durchaus auch. Und wer erstmal ein
Stück wie „Kick It Down“ bei angemessener Lautstärke gehört hat, wird den
Retro-Trip sehr gerne mitmachen.
The Weight – Live Tapes (Heavy Rhthm/Cargo)
70s Rock mit dicker Hose und selbstbewusster Attitüde – das hatten
The Weight schon auf Ihrem Debütalbum zu bieten. Jetzt schickt man ein
Live-Album hinterher, was einige ja eher zum Gähnen bringen könnte, die
Aufnahmen sind allerdings durchaus beachtlich – wie man den Spagat aus echter
Live-Atmosphäre inklusive Zwischenrufen und Applaus auf der einen, den sehr
organischen Sound auf der anderen Seite hinbekommt, ist schon beachtlich.
Einziges Manko – die Schnitte zwischen den einzelnen Songs sind manchmal doch
etwas abrupt. Ansonsten ein sehr amtliches Statement.
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