Dienstag, 30. September 2014

Kärtsy - aWay (G-Records)

In den Neunzigern gehörten Waltari zur Speerspitze des euopäischen Crossover und brachten einige für ihre Zeit wirklich innovative, kompromisslose und eingängige Alben heraus. In den Folgejahren waren die Finnen zwar immer noch da, wurden aber immer weniger wahrgenommen - teils weil sie einfach Pech hatten und sich immer weniger Leute für ihren Sound interessierten, teils aber auch, da die Platten vieles von ihrer einstigen Qualität eingebüßt hatten. Zuletzt war es sehr still geworden um die Band, mit "aWay" legt Frontmann Kärtsy jetzt allerdings sein zweites Solo-Album vor - und dürfte dne übrig gebliebenen Waltari-Fans damit mehr als nur eine Ersatzdroge liefern.



Im Grunde könnte "aWay" nämich auch problemlos als Album seiner Hauptband durchgehen. Rock, Elektro und Pop verschmelzen hier zu einer oft eingängigen und auch tanzbaren Mischung, die mit ein paar charakteristischen, aber meist zurückhaltenden Metal-Einschüben, teils überdrehtem Gesang und der weiterhin vorhandenen Liebe für kreatives Chaos kombiniert wird.

Wobei, und hier uterscheidet sich Kärtsy dann dich etwas von Waltari insgesamt, der Chaos-Anteil eher niedrig ist: Wo die Hauptband gerne mal wild und kreuz und quer von Song zu Song die Stile wechselt, ist das Solo-Album weitestegehend homogen, teilweise fast schon ein gedigenes Rock-Album. Man merkt der Scheibe eben an, dass Kärtsy jetzt auch ein paar Jahre älter geworden ist. Für die Waltari-Fans gilt das größtenteils aber sicher ganz genauso - und wer über die Jahre der Band die Treue gehalten hat, wird auch "aWay" einiges abgewinnen können.


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