Dienstag, 23. September 2014

Philm - Fire From The Evening Sun (UDR)

Dave Lombardo und Slayer werden wohl kein glückliches Paar mehr, dafür treibt der Drummer jetzt bei Philm sein Metal-Unwesen - und beschert denen auf ihrem zweiten Album gewohnt markante Klänge. Wobei der bekannte Name für den Erfolg von Philm nicht unbedingt zuträglich sein muss; wer nämlich Thrash Metal der derben Sorte erwartet, wird mit dieser Band kaum glücklich werden. Zwar wurde nach eigenen Angaben nicht mehr so viel improvisiert und spontan aufgenommen wie beim Debüt "Harmonic"; trotzdem braucht "Fire From The Evening Sun" diverse Durchgänge, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.



Das liegt zunächst an der stilistischen Breite: Man mag Noise, man mag Metal, man mag Rock, dazu ein paar bluesige Elemente, vor allem aber viele vertrackte Klänge - jeder einzelne Song ist technisch höchst anspruchsvoll und will erarbeitet werden. Wobei diverse Elemente zu finden sind, die sich ins Hirn fressen - vor allem die Riffs sind immer wieder dafür gut, als Anker in der wilden See zu fungieren.

Vergleiche sind da ebenso schwierig wie ein finales Urteil: "Fire From The Evening Sun" ist eine komplizierte, teils wirre, teils anstrengede Angelegenheit, die immer wieder einen Funken Genialität versprüht, im nächsten Moment aber auch gerne mal kräft auf die Nerven geht. Ein bisschen wie ein abstraktes Kunstwerk; man weiß, dass da schon viel Können drin steckt, so richtig zu gefallen weiß es aber über immer nur Phasenweise.

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