Montag, 4. November 2013

Massenger - s/t (Gunner Records)

Immer wieder beachtlich, wenn Bands nicht nur eine Vorliebe für bestimmte Stile der Vergangenheit haben, sondern die dann auch noch so professionell umsetzen, dass man tatsächlich denkt eine "alte" Scheibe in den Händen zu halten. The Massenger aus Ventura jedenfalls haben erst 2011 ihr erstes Demo aufgenommen - ihr Debütalbum allerdings klingt so, als wäre es bereits vor wenigstens zwnazig Jahren mitgeschnitten worden. Live und in der Garage.

Das Quartett hat nämlich einerseits ein Faible für krachigen Garagen-Pop, so LoFi wie möglich und ganz betsimmt ohne jegliches Nachbearbeiten und Glatt-Polieren. Andererseits mag man aber auch die 60s und die eine oder andere Motown-Platte, was vor allem Frontfrau Sasha immer wieder mehr als deutlich macht - nicht nur durch schöne UhUhUh-Chöre. Das Ergebnis landet dann, je nach Krach- oder Pop-Faktor des jeweiligen Songs, mal näher bei The Nerves, dann aber auch bei einer rotzigen Version der B-52s. Schön auch: Gelegentlich wechselt Sasha auch mal ins Spanische, was den Songs durchaus gut steht.

Überhaupt: unter dne elf Songs verbirgt sich so mancher ohrwurm, der auf Grund der schroffen Spielweise und der dreckigen Aufnahme aber eben erst herausgeschält werden muss. wer Pop, Garage, 60s und Frauen-Gesang mag, sollte sich dieser Aufgabe aber schnellstens annehmen.


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