Hinter dem Namen Kissin Black steckt der der Italo-Schweizer
Giu Mastrogiacomo, der nach dem Debütalbum „Heart over Head“ von 2014 jetzt das
zweite Album vorlegt. Album- und Projekt-Name geben es dabei schon vor: Es wird
düster – allerdings nie im wirklich metallischen Sinne, sondern im sehr
verträglichen Gothic- und Dark Rock-Modus.
Das erinnert ein bisschen an 69 Exes, manchmal auch an Type
O Negative, aber auch deutlich poppigere Vertreter des Genres. Wobei Kissin
Black es schaffen, zwar sehr gefällig und eingängig zu klingen, die Scheibe „Dresscode:
Black“ aber trotzdem nie zu glatt oder anbiedernd werden zu lassen. Trotzdem
wäre manchmal etwas mehr Tempo und Härte nicht verkehrt, um Stimmung und
Atmosphäre etwas aufzubrechen – wenn man die Geschwindigkeit variiert, dann
eher in die andere Richtung – ein paar gefällige Balladen gibt es nämlich auch.
Angenehm, wenn auch im besten Sinne des Wortes unspektakulär.