Montag, 1. Oktober 2018

Joyce Manor – Million Dollars To Kill Me (Epitaph)


Irgendwie ist die Vorstellung, dass Kurt Ballou eine Scheibe wie das neue Album von Joyce Manor produziert, schon ein wieder lustig – klar, der macht vieles, aber wenn jemand wie er an den Reglern steht, der so sehr für gepflegten und ausufernden Krach steht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass er auch ein Herz für derart einfache Melodien hat. Andererseits machen es Joyce Manor einem auf ihrem neuen Werk aber auch denkbar einfach, sie ins Herz zu schließen. Der Sound ist nochmal etwas glatter und weniger krachig, Lo-Fi, verzerrte Gitarren und krächzender Gesang sind die Ausnahme.


Vor allem aber: Wahnsinn, was die Jungs da an Ohrwürmern raushauen. Wo man bei anderen Bands Probleme hat, einzelne Songs hervorzuheben, möchte man hier fast jedes Stück beim Namen nennen. Pop-Punk in trifft es dabei nur so halb, weil Joyce Manor eben auch Weezer und ganz viele tolle Indie-Pop-Kapellen verinnerlicht haben – und auf der anderen Seite das Thema Erwachsenwerden nicht nur textlich verarbeiten, sondern auch musikalisch;  „Million Dollars To Kill Me“ hat auch sehr viele sehr melancholische Momente, da ist man dann nicht mehr so weit weg von den Shins. Aber am Ende sind all die Vergleiche auch müßig: Joyce Manor haben ganz einfach erneut wieder zehn sehr eingängige, sehr emotionale, vor allem: einfach schöne Songs aufgenommen.



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