Montag, 6. November 2017

Converge – The Dusk In Us (Epitaph)

Satte fünf Jahre musste man auf das neunte Album von Converge warten, aber um gleich mal die Phrasen-Maschine anzuschmeißen: Die Zeit war es wert. Die Band erfindet sich auf „The Dusk In Us“ sicherlich nicht neu, packt dafür aber alles, was sie über die Jahre ausgezeichnet hat, in ein Amalgam aus Lärm und Atmosphäre, Schmerz und Wut, Leidenschaft und Verzweiflung. Das ist alles andere als leichte Kost, aber trotzdem mitreißend und stellenweise sogar eingängig.


Aber der Reihe nach: Mit „A Single Tear“ gibt es den perfekten Opener, der ebenso wuchtig wie progressiv, vertrackt wie smart komponiert den Ton setzt - bevor dann im folgenden „Eye Of The Quarrel“ weniger verschachtelt und dafür umso aggressiver unerbittlich durchknüppelt wird. „Under Duress“ startet mit einem wahnsinnig tollen Groove-Riff in bester Snapcase-Manier, „Arkhipov Calm“ steigert sich zu einer wahnwitzig technischem Metal-Eskapade, wohingegen der Titelsong sich in einem Shoegaze-Meer aus Emotion ergießt.


Wer es zäh und mit Sludge-Anteil mag zelebriert „Trigger“, „Cannibals“ und „Reptilian“ bewegen mit einem komplexen Mix aus Härte und Stilwechseln. Mit „The Dusk In Us“ erfinden sich Converge zwar kein bisschen neu – dafür unterstreichen sie einmal mehr ganz energisch, warum sie so gut und wichtig sind.


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