Montag, 27. November 2017

Lonely The Brave – Things Will Matter (Hassle)

Lonely The Brave sind eine von diesen Bands, deren Alben man beim ersten Hören ziemlich problemlos ignorieren kann, eben weil sie zunächst einfach vorbei schweben – und eben volle Aufmerksamkeit wollen, um wirklich wahrgenommen zu werden. Um dann, wenn man ihnen diese Zeit schenkt, aber umso massiver zu wirken. Der Sound ist immer noch nicht so richtig greifbar – Rock, klar, Post-Rock irgendwie auch, Pathos, Melancholie, aber auch Drama und Melodie; hier kommt ganz viel zusammen.



Man mag Theatralik und ähnelt dabei den nachdenklichen Stücken von Biffy Clyro, man schätzt die ganz großen Momente und erinnert an Pearl Jam. Man kann auch ganz verträumt wie im wunderschönen „What If You Fall In“ oder sehr schwermütig wie in „Play Dead“. Die ganz großen Momente stecken vor allem in der ersten Album-Hälfte, in der zweiten wird es zum teil etwas zu gleichförmig. Die Band bleibt trotzdem etwas besonderes, weil nicht viele Rock-Bands eine so intensive Atmosphäre so lange aufrecht erhalten können. Eindringlich und zumindest in den ersten 30 der insgesamt 50 Minuten Spielzeit oft auch wunderschön.


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