Donnerstag, 26. Februar 2015

The Prosecution - Words With Destiny (Long Beach Records)

Neue Ska-Punk-Platten sind mittlerweile eher Ausnahme als Regel, richtig gute erst recht - Fans des Genres bleibt oft nichts andrees übrig, als immer wieder die alten Klassiker rauszukramen. Gut, dass The Prosecution aus Süddeutschland wieder ein bisschen Leben in die Bläser-Bude bringen: "Words With Destiny" mag vielleicht einen etwas pathetischen Album-Titel haben, wartet dafür aber mit 12 fast durchgängig mitreißendem Hymnen auf - die auch all jenen gefallen müssten, die ihren Punk am liebsten ohne Blas-Instrumente genießen.



The Prosecution sind nämlich keine dieser relaxten Party-Kapellen, mit übertrieben guter Laune und zu viel Offbeat-Gehoppel; Stücke wie das klassische Madnees-meets-Specials-Stück "Big Bad White" sind eher die Ausnahme. Stattdessen sind sie oft wütend, häufig schnell, aimmer wieder aggressiv, haben auch keine Angst vor ein paar eingestreuten Metal-Riffs oder Hardcore-Shouts, was mit dem schroffen Reibeisen-Gesang grandios harmoniert. Trotzdem bleiben sie aber immer wieder eingängig; fast so, als hätte man Rise Against oder Anti-Flag noch ein paar Bläser an die Seite gestellt.

Apropos Anti-Flag: Chris #2 ist als Gastsänger mit an Bord und fügt sich perfekt in den Sound ein. Und nicht nur das von ihm bereicherte "A New Sensation", sondern auch "Words Of Peace", das tolle, ein wenig an Billy Talent erinnernde "Liars" oder das mitreißende "Shots & Sirens" sind Hits. Alle Daumen (oder besser Fäuste!) hoch.


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