Mittwoch, 3. August 2016

Megazwei – Bengalos (Interstar/Universal)


Beim Bandnamen Megazwei musste zumindest ich erstmal an die namentlich ähnlichen Megavier denken – eine Crossover-Band, die heute aus gutem Grund kaum noch jemand kennt und deren Alben-Besitz die meisten ehemaligen Käufer heute wohl leugnen würden. Auch Megazwei sind im weitesten Sinne Crossover, möchten aber mit Sicherheit nicht so bezeichnet werden – einfach weil das Wort einen so unschönen Beigeschmack hat und ganz schön altbacken klingt. Nennen wir es also einfach einen Mix aus ein bisschen Punk, ein bisschen Rock, HipHop und eine gute Portion Pop – durchaus Radio-tauglich, aber zum Glück nicht zu plakativ.




Wobei: Stücke wie „Rockstars“ oder „Nacht der Nächte“ sind schon so zuckrig und teils mit Pathos-Kante, dass es teils weh tut. Aber eben auch verdammt eingängig. An anderen, etwas rotzigeren und komplexeren Stellen, klingt man wie Casper und sitzt gekonnt zwischen den Genre-Schubladen. „Bengalos“ geht insgesamt schnell ins Ohr, lässt aber noch ein bisschen Tiefenwirkung vermissen – ein gelungenes Sommeralbum. Und immerhin kein altbackener Crossover.


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