Donnerstag, 22. November 2012

Antidote - No Peace In Our Time (Bridge9)

"To honor the 30th year of New York hardcore we have decided to take a trip back to the Old School", erklärt Robb Nunzio die durchaus überraschende Rückkehr von Antidote nach zwei Dekaden Album-Pause. Andererseits sind die New Yorker natürlich bestens geeignet, den 30. NYHC-Geburtstag zu feiern: Inspiriert von Black Flag prügelte sich die Formation schon in den frühen Achtzigern durch zahlreiche Old School-Hymnen.

Beim Comeback-Album konnte man daher wieder recht schnörkellose, schnelle und rotzige Zwei-Minuten-Songs erwarten. Größtenteils trifft das dann auch zu, allerdings versuchen Antidote, sich nicht zu sehr zu wiederholen - und bauen dadurch ungewohnte Elemente ein. So wird mal längere Zeit im Midtempo gegroovt, und anstatt die ganze Zeit wütend zu shouten ist auch der Gesang variantenreicher geworden. Eigentlich ja erfreulich, da sich so keine zu große Monotonie einstellt, andererseits leidet so aber die Durchschlagskraft - manches der gerademal zehn Stücke dümpelt etwas ziellos vor sich hin.

80er-Nostalgiker werden trotzdem ihren Spaß haben, Chöre gibt es nämlich trotzdem so einige, die eine oder andere Hymne ebenso, und wenn dann zusammen mit Roger Miret auch noch das Black Flag-Cover "Rise Above" angestimmt wird, ist das Ganze doch noch ein recht unterhaltsamer Vergangenheits-Trip geworden.

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