Dienstag, 1. März 2016

Entombed A.D. – Dead Dawn (Century Media)

Entombed A.D. sind bekanntlich der legitime Nachfolger der Dauerbrenner Entombed –auch hier steckt vor allem LG Petrov dahinter, der sich allerdings nach Trennung und Rechtsstreit mit ehemaligen Mitstreitern ein bisschen kreativ bei der Bandnamenfindung zeigen musste. Und wo das erste Entombed A.D.-Album noch etwas unausgegoren wirkte und den Rechtsstreit nicht so ganz verbergen konnte, wirkt „Dead Dawn“ jetzt tatsächlich wie ein Befreiungsschlag – Petrov klingt mal wieder so richtig gut, sprich: Düster und dreckig.


Im Grunde ist das natürlich vor allem Death Metal, der da aus den Boxen bollert: Klassisch, dreckig, aggressiv, allerdings meist nicht in hohem Tempo, sondern eher dem Midtempo verschrieben. Immer mal wieder kippt das Ganze auch komplett in Richtung Sludge oder gerne auch mal zum Bolt Thrower-Groove – das Ergebnis sind Stücke wie „Down To Mars To Ride“, die kaum satter und rockender sein könnten.


Neuerfunden wird hier nichts, zelebriert dafür einiges: Irgendwo auf der Strecke von At The Gates bis Motörhead zimmern Entombed A.D. kontinuierlich an ihrem ganz eigenen Todesmetall-Thron – und belegen trotz fortgeschrittenem Alter einmal mehr eindrucksvoll ihre Existenzberechtigung.


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