Dienstag, 16. Mai 2017

Lambert – Sweet Apocalypse (Mercury)

Postrock? Klassik? Indie? Alles davon und noch so einiges mehr bietet Lambert auf seinem dritten Album. Der Berliner Pianist erschafft dunkle und doch hoffnungsvolle Soundwelten, der Albumname „Sweet Apocalypse“ passt bestens: Einerseits dem Untergang geweiht, anderseits eben doch eingängig und schön.



Das gilt vor allem für den Album-Einstieg: Das Titelstück und das folgende „In The Dust Of Our Days“ sind vom Klavier getragene, atmosphärisch äußerst dichte Instrumentalstücke, die den Anhänger traditioneller Klaviermusik ebenso überzeugen dürften wie Fans von Bands wie Mono. Leider wird das Album zum Ende hin etwas luftiger und leichter – und mit der fehlenden Dramatik und Melancholie verlieren die Stücke auch einiges von ihrer Intensität. Ändert aber nichts daran, dass „Sweet Apocalypse“ ein beeindruckend Genre-übergreifendes Werk geworden ist.


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