Freitag, 16. Juni 2017

Rise Against – Wolves (Universal)

Irgendwie war ein neues Rise Against-Album auch schon mal eine aufregendere Sache. Und das soll gar nicht als Kritik an der Massentauglichkeit der Band verstanden werden – Rise Against haben sich ihre Fans verdient, und wenn sie heute und im Grunde seit Jahren Stadien füllen, dann eben auch deshalb weil sie immer ehrliche, authentische und vor allem relevante Musik gemacht haben. Zudem ist „Wolves“ textlich auch wieder mehr als gelungen, die Band kennt die relevanten Missstände und vertont sie gut.


Musikalisch ist das alles aber erwartbar – und das ist noch recht positiv formuliert. Nahezu jeder Song klingt eben so, wie man es vorab hätte vermuten können. Und dabei mühen sich Rise Against sogar, nur nicht zu glatt zu werden – es gibt sogar wieder etwas mehr Rotz, keine Balladen. Und klar, ein Song wie „House On Fire“ ist eine Wahnsinns-Hymne, Und die Songs, die beim ersten Hören noch nicht so recht zünden, sind nach ein paar Durchgängen dann eben irgendwie doch Ohrwürmer.


Diese Art von Stadion-Punkrock kann eben kaum eine andere  Band so gut wie Rise Against. Aber das ist eben weder spannend noch aufregend, und in der Discographie der Band schafft es „Wolves“ ganz sicher nicht auf einen der vorderen Plätze. Trotzdem: Gut ist das Album allemal – dieser Text klingt wahrscheinlich deutlich negativer, als die meisten Hörer und vor allem Fans die Scheibe wahrnehmen werden.


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