Freitag, 22. August 2014

Gob - Apt. 13 (New Damage Records / Soulfood)

Da sind sie wieder: Seit ihrem letzten (und auch eher durchwachsenen) Album von 2007 waren Gob mehr oder weniger von der Bildfläche verschwunden, jetzt hat sich die 1993 in Langley/British Columbia gegründete Truppe wieder zusammen gefunden. Wohl nicht ganz ohne Schwierigkeiten, wie Sänger Tom Thacker erzählt: „Wir schreiben schon seit 2010 an der Platte. Es war irgendwie von Anfang an verflucht. Es war ein Stop-and-Go-Prozess. Ich bin nicht abergläubisch, aber wir fragten uns schon, was zum Teufel unseren Fortschritt so begrenzt.“



Wer den Opener und damit gleichzeitig das Titelstück hört, kann dann auch schnell zum Schluss kommen, dass diese Schwierigkeiten sich musikalisch ausgewirkt habe: "Apt. 13" wirkt ebenso erwachsen und ambitioniert wie irgendwie unentschlossen rockig und beliebig. Allerdings haben die Kanadier da ganz offensichtlich ausgerechnet den schlechtesten Song an den Anfang der Platte gestellt - danach wird es besser, und zwar zum Teil deutlich.

"Radio Hell" etwa erinnert von der Gitarrenarbeit massiv an Bad Religion und lässt erkennen, warum Gob für die kanadische Punkszene so eine große Bedeutung hatten. "Same As It Ever Was" mit seinem beschwingten Piano-Einsatz und das zackige "Terpsichore" sind dann Power-Pop bester Machart, "Cold" hingegen wirkt ebenso wie "Standing There" wie eine Hommage an Alkaline Trio - musikalisch und stimmlich. Insgesamt also ein über weite Strecken gelungenes Comeback - alleridngs ohne dass "Apt. 13" qualitativ komplett an Scheiben wie „The World According To Gob“ rankommen würde.


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