Donnerstag, 10. Dezember 2015

Invivo – Arise (Be True Music)

Angeblich gründete der Kölner Tourmanager Kirsten A. Schuck das Label Be True Music einzig und allein aus dem Grund heraus, um das Album „Arise“ von Invivo veröffentlichen zu können; da muss er also schon sehr überzeugt gewesen sein von der Qualität der Band. Die hatte die Scheibe bereits 2013 herausgebracht, allerdings in Eigenregie und damit weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, was jetzt – zwei Jahre später – nochmal korrigiert werden soll.


Hört man sich „Arise“ dann an, kann man die Begeisterung durchaus nachvollziehen – die Italiener sind zwar prinzipiell auf bekannten Pfaden unterwegs und zitieren diverse große Namen, das aber auf gekonnte und durchaus mitreißende Art und Weise. Die Band bewegt sich zwischen Rock und Prog, hat auf der einen Seite also durchaus versierte Komositionen zu bieten, achtet aber andererseits darauf, trotzdem eingängig, druckvoll und mitreißend zu bleiben.


Das hat dann durchaus Züge von Muse, was die Theatralik und die großen Melodien betrifft, ebenso aber von Tool, deren Groove und hypnotische Wucht man übernimmt. Porcupine Tree werden ebenfalls immer wieder zitiert, aber mit einem guten Schuss Deftones – die Songs überzeugen Kompositions-Fetischisten ebenso wie diejenigen, die ihren Prog nur tanzbar auf den Alternative Floor mögen. Noch ist zwar ein Stück zu gehen, um die Qualität der genannten Bands komplett zu erreichen – weit ist die Strecke aber definitiv nicht mehr.


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