Donnerstag, 14. Juli 2016

Arktis – Meta (People Like You)

Da hat sich die PR-Abteilung aber einen richtig schönen Satz einfallen lassen: „Moderne Musikfans sind ohne Szenescheuklappen aufgewachsen, stattdessen stöbern sie neugierig in den verschiedensten Richtungen und lieben Künstler und Songs für das, was sie ausmacht: gute Musik, die den perfekten Soundtrack für den Augenblick und manchmal sogar für die Ewigkeit bildet.“


Will sagen: Man muss schon relativ locker eingestellt gegenüber dem Radio-Mainstream sein, wenn man „Meta“ von Arktis gut finden will – das Ganze erscheint nämlich als Doppel-CD, und auf CD2 sind lauter Cover von Stücken, die man als Leser dieses Magazins im Normallfall nicht freiwillig hören würde – Kategorie Andreas Bourani und Mark Forster nämlich. Das taugt auch als „peinliches Lieblingslied“ nur sehr bedingt.


Andererseits sind Arktis nicht untalentiert, wie CD1 zeigt – das Ganze ist zwar recht typischer Metalcore mit cleanen Gesangseinlagen, vorhersehbaren Breaks, eingängigen Refrains und wüsten Pit-Einlagen. Aber auf Grund der deutschen Texte, die alles andere als plump rüber kommen, trotzdem nicht gerade gewöhnlich. Jetzt müssen die Hannoveraner nur noch ein bisschen mehr an sich glauben – dann hat die nächste Scheibe diesen Cover-Wahnsinn gar nicht mehr nötig.




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