Freitag, 22. Juli 2016

Islander – Power Under Control (Victory)

Hat da jemand Crossover gesagt? Islander spielen auf ihrem zweiten Album jedenfalls keinen sonderlich modernen oder neuen Sound – dafür aber einen, der sehr breite Hörerschichten ansprechen kann. Jedenfalls sofern man eben jenes Wort „Crossover“ nicht als Schimpfwort ansieht und mit Rock ebenso viel anfangen kann wie mit Metal, Punk und HipHop.



„Power Under Control“ macht nämlich das, was viele Alben in den Neunzigern gemacht haben – ein paar Stakkato-Riffs hier, ein bisschen Sprechgesang da, und zwischendurch noch ganz viele Stile on top. Allerdings nicht stumpf und plump, sondern durchaus gekonnt: Auf der Scheibe finden sich straighte Rocker ebenso wie fast Pop-punkige Ohrwürmer, zudem hat man einiges an Gastauftritten und erfahrenen Musikern zu bieten, was zu musikalischen Inspirationen von den Bad Brains bis zu Avenged Sevenfold reicht. Nichts für Genre-Puristen oder Hörer mit dem Wunsch nach neuen, aber durchaus spannend für Menschen mit breitem Musikgeschmack und einem halben Bein in den Neunzigern.

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