Montag, 26. Februar 2018

Die Siffer – Vierundzwanzig

Der Name ist Programm: 24 Jahre sind Die Siffer jetzt schon unterwegs, „Vierundzwanzig“ ist gleichzeitig ihr achtes Studio-Album. Zwischendurch hatte man mit dem schönen „Nazis ham ne Scheißfrisur“ einen kleinen Hit, ansonsten ist die Band eher einer kleinen, aber treuen Fanschar ein Begriff. Und das wird sich auch 2018 nicht ändern – grundsätzlich beherrscht man den eingängigen Pop-Punk zwar durchaus, die Wortspiele und teils etwas erzwungene Witzigkeit sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.



Wenn man bedenkt wie lange die Jungs schon dabei sind wirkt die Scheibe nämlich sehr pubertär – ganz so, als würden die Jungs gerade erst mit dem Musikmachen anfangen. Das kann man jetzt gut und frisch finden, irgendwie nimmt man einer jungen Schülerband die nicht immer auf den Punkt kommenden Witzchen aber eben eher ab als ein paar älteren (sorry) Herren. Der Pop-Punk ist solide und für Fans von Montreal und Co sicher gut genießbar; wenn man davon abweicht, etwa im schunkelnden "Immervoll", schauen auch mal Die Kassierer vorbei, und die politischen Zwischentöne sind begrüßenswert. Insgesamt will der Funke aber nicht so recht überspringen. Sympathisch, ja – aber nichts was man dringend hören müsste.

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