Freitag, 11. November 2016

Annisokay – Devil May Care (Long Branch)

Verlieren Annisokay mit Album Nummer Drei ihren Geheimtipp-Status? Gut möglich – und zwar nicht nur wegen prominenter Support-Slots für Bands wie Eskimo Callboy, sondern auf Grund einer wirklich gelungenen Scheibe; vorausgesetzt, man mag seinen Metalcore dick produziert und mit Stadion-Appeal.


Schon der Opener „Loud“ macht das recht deutlich: Die breite Soundwand, die melodische Refrainlinie, die satten Pathos-Chöre: Das hier ist eben nicht nur für Posthardcore-Hörer, sondern setzt auf moderne Metalklänge und viel Eingängigkeit und bewegt sich ein gutes Stück weiter Richtung Rock im gegensatz zu den frühen Schritten im Killswitch Engage-Fahrwasser. Bei „What’s Wrong“ ist das noch viel deutlicher, das Stück pendelt mit seinen Synthie-Einsätzen irgendwo im Bereich New Metal und Arenen-Härte und gesellt sich zum letzten Bring Me The Horizon-Werk.


Ob man diesen Weg immer mitgehen mag kann von Song zu  Song neu entschieden werden; „Blind Lane“ etwa ist schon ein harter Linkin Park-Verschnitt – nichtsdestotrotz (oder vielleicht auch deswegen) aber auch ein heftiger Ohrwurm. Annisokay entwickeln sich also kontinuierlich weiter – was man bald auch bei der Größe der gebuchten Live-Clubs bemerken dürfte.




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