Satte fünf Jahre gab es nichts neues von Immanu El zu hören,
jetzt legt man mit „Hibernation“ mal wieder ein neues Album vor – und scheint
zwischendurch sämtliche Rock-Vorlieben verloren zu haben. Die Band war zwar
schon immer teils in sphärischen Welten unterwegs, so schwerelos klang man
allerdings noch nie.
Das Genre Postrock fühlt sich somit nur noch halbwegs
richtig an, Dream-Pop trifft es schon eher – passend zur kalten Jahreszeit gibt
man sich immer wieder schwelgenden und leisen Melancholie-Momenten hin. An
mancher Stelle ist es schon fast zu viel des Verspielten, zudem funktioniert
die Platte eher am Stück als Passagen-weise. In passender Stimmung ist die
Winterschlaf-Vertonung aber zumindest atmosphärisch eine gelungene Sache.