Dienstag, 2. Oktober 2012

Max & Laura Braun - Telltale (Arctic Rodeo)

Man hätte es sich angesichts des Namens denken können, zur Bestätigung aber nochmal: Max & Laura Braun sind Geschwister. Schon als Jugendliche machten sie zusammen Musik, dann zog man auseinander, schrieb jeweils alleine Songs - um dann ein paar Jahre später doch wieder zusammen zu kommen und ein gemeinsames Album zu machen.

„Telltale“ wurde 2011 in einem schwäbischen Ort mit dem wunderschönen Namen Plüderhausen aufgenommen und präsentiert sich als zurückhaltendes, reduziertes, fast komplett live im Studio und in wenigen Tagen eingespieltes Album. Das Label hat durchaus Recht, wenn es die Scheibe als perfekten Soundtrack für den gegenwärtigen herbst anpreist - nachdenklich und melancholisch, ruhig und entspannt geben sich die Songs, wobei die Stimmen der beiden meist im Vordergrund stehen und ihnen nur von Zeit zu Zeit Pedal-Steel-Sounds oder eine Hammond-Orgel die Show stehlen.

Wie so oft bei derartigen Alben ist das - die richtige Stimmungslage vorausgesetzt - manchmal wunderschön, etwa beim grandiosen Opener "Morning Song" oder dem entspannten "Tumble Down". Und manchmal ist es fast schon ein bisschen zu unauffällig - dann präsentiert sich der Folk der beiden zwar angenehm, aber mit den typischen Fingerpicking-Gitarren und Gesangslinien auch komplett vorhersehbar. "Telltale" ist eben kein aufregendes, sondern ein entspanntes, ruhiges - und stellenweise typisches Folk-Album, was den Symapthie-Wert aber kaum schmälert.

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