Donnerstag, 25. Oktober 2012

The Peacocks - Don't Ask (People Like You)

Muss jetzt nicht irgendwann mal der Durchbruch kommen? Wie kann es denn sein, dass die Peacocks seit Jahren immer bessere Platten machen und trotzdem immer noch kaum jemand von ihnen Notiz nimmt? "After All" war - und ist auch mit zwei Jahren Abstand immer noch - ein großartiges Album, und "Don't Ask" steht dem, trotz einiger leichter Veränderungen, in nichts nach. Ist es vielleicht immer noch das Problem, dass zu viele beim Namen Peacocks an Rockabilly denken und die Band deshalb in eine Nische packen, in die sie schon lange nicht mehr gehört?


Klar, es gibt die typischen Rockabilly-Nummern wie etwa "Re-Hash Boogie". Aber die haben schon längst nicht mehr die Oberhand. Die Schweizer spielen stattdessen einen tollen Mix aus Rock&Roll, (Pop-)Punk und Indie, der immer wieder direkt ins Ohr geht - und diesmal im Vergleich zum etwas glatteren Vorgänger wieder etwas garagiger daherkommt und viele Einflüsse aus 60ern und 70ern verarbeitet. Der Caesars-Vergleich kommt mir schon wieder in den Sinn: "Need A Break", "How Did They Do That", "With You" - tolle OhOh-Chöre, Beach Boys-Flair meets Rock&Roll-Garage, fertig sind die Ohrwürmer.

Vielleicht ist auch sympathisches Understatement der Band schuld am ausbleibenden großen Erfolg - fast alle Songs geben sich ebenso eingängig wie zurückhaltend, spucken eben keine großen Töne sondern schmiegen sich ganz unaufgeregt in den Gehörgang und haben oft auch einen leicht melancholischen Unterton. Das rauscht dann am einen oder anderen vielleicht einfach vorbei. Aber innehalten lohnt, versprochen - bei "After All" ebenso wie beim neuen "Don't Ask".

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