Mittwoch, 12. Oktober 2016

Sum41 – 13 Voices (Hopeless)

Sum41 sind also doch wieder da – der Sänger ist wieder fit, die Band nach ein paar Jahren Pause mit voller Energie wieder am Start. Ob sich jetzt wirklich viele Leute sehnsüchtig ein neues Lebenszeichen gewünscht haben, sei mal dahin gestellt, „13 Vices“ ist jedenfalls glücklicherweise kein Ärgernis geworden – auch wenn man natürlich den großen Pathos und die Nähe zum Stadion, die Sum41 schon immer hatten, auch diesmal wieder mögen muss, um in die Platte rein zu kommen.


Das beginnt schon beim Opener „A Murder Of Crows“, wo nicht nur der Songtitel an AFI erinnert – Soundspielereien, Drama, sich langsam steigernde Thetaralik: Da wird die Intensitäts-Latte gleich mal recht hochgelegt. Im folgenden „Goddamn I’m Dead Again“ wird es aber wieder deutlich geradliniger und Punkrockiger – das ist die Art von energetischer und mitreißender Hymne, die auch anno 2016 noch jeden Circle-Pit mit Leben füllen kann; Metal-Gegniedel inklusive. Denn natürlich sind die Poser-Metal-Zitate immer noch da, und sie ergänzen sich weiterhin prima mit den melodischen Rotz-Momenten.


Etwas schwieriger und beliebiger wird es dann, wenn „13 Voices“ doch zu stark ins Formatradio abdriftet – „Breaking The Chain“ ist Midtempo-Breitwand-Sound, „There Will be Blood“ simpler Riff-Rock mit Glam-Momenten, ein Stück wie „God Saves Us All“ schwimmt schon stark im Linkin Park-Fahrwasser. Das ist durchaus unterhaltsam, aber nicht unbedingt eine Songwriting-Glanzleistung – was Fans der Band, die genau diesen Mix schätzen, aber weder stören sollte noch wird.


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