Mittwoch, 5. Oktober 2016

This Wild Life – Low Tides (Epitaph)

This Wild Life haben wohl mal als Punkband angefangen, davon war aber bereits auf dem Epitaph-Debüt „Clouded“ nicht viel zu spüren – stattdessen gab es recht zahmen, aber eben auch eingängigen und oft sehr schönen Songwriter-Pop. Fürs neue Werk „Low Tides“ bleibt man sich grundsätzlich treu, hat den Sound aber breiter gemacht – ein Schritt, bei dem sich die Band erst nicht sicher fühlte, zu dem Label-Boss Brett Gurewitz dem kalifornischen Duo aber wohl explizit geraten hat. Zumindest gab er ihnen mit auf den Weg, dass es zu viele Bands gäbe, die sich nicht trauen würden sich zu verändern – wen er da wohl im Kopf hatte....


Folgerichtig ist „Low Tides“ irgendwie immer noch sanfter Pop, aber er ist jetzt deutlich orchestraler, wattiger, Breitwand-artiger. Das erinnert in guten Momenten an verträumte großartige Emo-Momente mit Jimmy Eat World-Flair. Manchmal ist aber auch so viel großer Sound um den einzelnen Song drum herum, dass er vor lauter Watte etwas unter geht. Nach gutem und eingängigen Start gibt es vor allem in der zweiten Hälfte der zehn Songs einige Momente, die nicht groß, sondern eher egal sind. Ein paar verträumte Hits sind trotzdem drauf – fürs nächste Album darf man sich aber gerne wieder ein bisschen verändern.

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